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Als ich diesen Bericht von 2008 in der Hand hielt, war ich erst schockiert. Es kann doch gar nicht sein. Ich kenne doch meinen Sohn. Es kamen viele Ängste um seine Zukunft hoch. Auch selbstzweifel. Ich war wütend, auf die Erzieherin aber auch auf mich selbst. Ich habe mich ständig gefragt, was hab ich falsch oder wie hätte ich es verhindern können. Ich suchte Beistand von meinem Mann, vergebens. Ich bekam nur zu hören, dass er nichts hat und dass ich das klären soll. Erster Gespräch im Kindergarten hat nichts ergeben. Ich hörte nur wie falsch und krank mein Sohn doch sei. Ihm wurden Grobmotorische und Feinmotorische Störungen „diagnostiziert“ (von Erzieher und Kindergartenleitung). Schwerhörigkeit und Motivationsstörungen. Über ob er ADS oder ADHS hat waren sie sich nicht einig. Ich habe es mir ruhig angehört und fragte was ich denn deren Meinung nach tun sollte. Ich sollte meinen Sohn beim HNO testen lassen. Danach zum Kinderarzt und mit ihm Ergotherapeuten und Logopäden azufsuchen. Danach sollte ich ihn beim SBZ testen lassen, denn er sei nicht normal. Nach diesen Aussagen platzte mir der Kragen. Ich fragte diese „super Spezialisten“ ob sie selber Kinder hätten. Was sie natürlich verneint haben. Und ich fragte weiter, ob ich das richtig verstanden hätte, dass ich meinem Sohn alle diese Tests unter ziehen muss, um euch und ihm zu zeigen, dass er nicht normal ist? Schweigen. Ich nahm meine Tasche und ging. Zuhause war ich sehr aufgelöst. Tief in mir wusste ich, dass alles was sie meinem Sohn vorgeworfen haben, nichts mit meinem Sohn zu tun hatte. Nur ich las den Bericht noch mal durch. Mir liefen Tränen runter. Ich war verzweifelt und hilflos. Sie konnten glatt mein Sohn abstempeln ohne ihn richtig zu kennen. Und da war die Entscheidung gefallen. Ich wollte es auf keinen Fall zulassen. Ich sagte mir selbst, selbst wenn ich wie eine Löwin um mein Kind kämpfen muss, ich lasse es nicht zu. Ich wusste, dass mein Sohn rebelliert. Ich wusste was er kann. Er konnte super schauspielern. Er hat die Erzieher total verarscht. Aber wie beweise ich das? Ich bin zum Kinderarzt gefahren und habe bei der Allgemeinen Untersuchung auch sein Gehör testen lassen. Er hörte natürlich super. Danach habe ich die Vorgehensweisen und Aktivitäten im Kindergarten beobachtet und andere Mütter ausgefragt. Und stellte folgendes Fest. Beim malen, basteln, oder ausschneiden wurden Blümchen, Küken, Häschen und ähnliches benutzt. Mein Sohn hat sich aber für Autos, Züge, Schiffe oder Flugzeuge interessiert. Er hatte eine dicke Kinderenzyklopädie die er fast auswendig kannte. Da er im Kindergarten dies nicht bekam, tat er so als ob er es nicht kann. Denn mit der Erzieherin war nicht zu reden. Sie hat die Kinder zum basteln, malen und ausschneiden gezwungen. Denn das muss ja so sein. Die Motive suchte sie selber aus und nahm das, was sie süß fand. Sie hatte immer recht und beim basteln waren die Kinder alle am Tisch und waren ruhig. Da musste sie selber nicht viel tun. Und alle Kinder, die das verweigert haben, bekamen von ihr einen Stempel oder Syndrom. Oder die Tischmanieren! Also bei aller Liebe wenn ich Obstsalat mit Messer und Gabel essen muss und ich es nicht verweigern kann, dann lasse ich auch ständig den Messer auf den Boden fallen. Mein Sohn konnte schon mit 3 Jahren ein Steak mit Messer und Gabel essen. Mein Sohn ist ein schnellesser. Und wenn er fertig war, musste er teilweise 20- 25 Minuten auf andere warten. Dabei natürlich stillsitzen mit Armen auf dem Schoss. Hallo? Wo sind wir hier habe ich mich gefragt? Beim Essen landete sein Unterarm auf der Tischkante. Klar ihm war langweilig. Er hatte kein Bock mehr. Bei grobmotorischen Aktivitäten, naja er ist bis heute ein Kind der gerne und viel draußen ist. Auf Bäume oder über den Zaun klettern, Spielplätze oder sogar Garagendächer erobern, waren damals auf der Tagesordnung. Mit anderen Jung Fußballspielen oder einfach durch die Gegend rennen, dies und vieles mehr machte er täglich und sehr gern. Mit dem Fahrrad fuhr er 2008 ohne Stützrädern und legte teilweise eine strecke um den Auesee, dies sind ….. km, zurück. Im Kindergarten, hatten sie einen „Sportsaal“. Tja, er war höchstens 40 qm groß. Mit einigen Geräten und 20 Kindern blieb dort nicht mehr viel Platz um aus sich rauszukommen. Also baute mein Sohn nur blödsinn. Mal verkrampfte er sich um zu zeigen, dass ihm diese Sportübungen nicht passen. Oder er spielte den „doofen Clown“ und seine Arme „flatterten“ unkontrolliert hin und her. Und sein Körper wirkte wie „schlagsig“. Und so ging es weiter. Auch mit Fahrrädern war es ihm zu Blöd auf einer gepflasterten Strecke von 6×6 Meter mit Stützräder zu fahren. Also meidete er die Fahrräder mit der Betonung: „Kann ich nicht.“

Bei der Sprache fand er ziemlich doof, dass er „Zauberwörter“ wie re-mo-la-lu, pe-ki-mo-pu, sa-ra-mi-ni, be-la-di-ma usw. lernen musste und dass er ständig Wörter benutzen musste, die er nicht benutzen wollte. Er war und ist sehr einfach. Seiner Meinung nach ist, warum muss ich diese Wörter, die schwer auszusprechen sind benutzen, wenn ich mit einfachen Begriffen kurz und knapp besser erklären kann, was mit mir ist oder was ich will und was ich nicht will. Bei der kognition sah es nicht viel anders aus. Er fand die Geschichten und Lieder, die sie dort gelernt haben, einfach nicht toll. Denn er bekam zuhause viel schönere und lustigere Geschichten und Lieder. Also lernte er erst mit (unfreiwillig) und da er sie nicht mehr wollte oder keinen Sinn dort sah, vergaß er sie wieder. Ich hörte oft von ihm:“ Ich find sie doof, sie machen kein Spaß oder ich sehe keinen Sinn dabei.“ Dies wurde auch als Mangel abgestempelt. Ganz ehrlich, wenn Sie ein Lied nicht mögen, lernen sie es trotzdem? Und tanzen noch dabei? Bei bestimmten Aufgabenstellungen oder Stuhlkreisen hat Dennis erst beobachtet und wenn er feststellte, dass die Erzieherin wieder mal nur sich selber gerne reden hört, oder die, laut seiner Aussage, „die große Mutterkuh“ raushängt, störte er die Kreise. Es hat für ihn einfach nicht gestimmt. Manchmal fand er es einfach nur langweilig oder Zeitverschwendung. Er sollte Dinge erforschen oder damit rumexperementieren die er schon kannte. Die für ihn langsam langweilig vorkamen, oder er hatte einfach zu diesen Dingen kein Interesse. Anstatt ihn zu Motivieren, machte die Erzieherin ihre Notizen und „Schubladen au“. Ich kann noch weitere Fälle auflisten. Aber dies wird nicht nötig sein, denn das Spiel wiederholte sich in allem, was dort geschah.

Als erstes ließ ich meinem Sohn zu Hause einige Dinge basteln, ausmalen oder nur ausschneiden die ihn interessiert haben. Danach war ich mit ihm im Wald, auf dem Spielplatz, im Turnsaal und mit einigen anderen Kindern draußen. Habe ihn dabei beobachtet, mit eine anderen Mutter aus diesem Kindergarten, und machte meine Notizen. Dazu legte ich den Bericht vom Kinderarzt dabei und ging zum weiteren Termin im Kindergarten. Ich ließ die Höflichkeiten beiseite und legte sofort los. Ich sagte, dass ich jetzt genug Beweise hätte, dass das Kind völlig in Ordnung ist. Das die einzige, die völlig unkompetent wäre, ist die Erzieherin, die gleichzeitig auch die Gruppenleitung ist. Ich sagte, dass auch ich Fehler gemacht habe. Das ich meinem Sohn nicht zugehört habe und manche Dinge überhört habe. Das ich, wenn ich besser zugehört hätte, ich viel früher Schritte eingeleitet hätte. Und wieder hörte diese Erzieherin nicht zu. Sie legte mir den Bericht von 2006 auf den Tisch und meinte, sie hätte auch früher reagieren sollen und schon vor 2 Jahren Jugendamt benachrichtigen sollen. Ich war wieder richtig schockiert. Doch dann sammelte ich all meinen Mut und Kraft zusammen. Ich stand auf sie auf welche Art sie mit meinem Sohn reden würde? Das wenn sie genauso unbelehrbar, arrogant und besserwisserisch mit ihm umgeht, dass es kein Wunder sei, dass er sie so verarscht. Das sie nur mit lieben, braven und stillen Kindern umgehen kann und das sie definitiv falschen Beruf gewählt hätte. Ich schob der Kindergartenleitung die Beweise mit Erklärungen und zu. Wir sind zusammen einige durchgegangen. Oft versuchte die Erzieherin einzumischen, ich habe sie dabei völlig ignoriert. Zum Schluss war die Leitung total erstaunt und meinte, dass sie dies nicht verstehen könne. Weil diese Erzieherin auf diesem Gebiet eine Weiterbildung machte und bald Spezialisierung dafür bekäme. Ich sagte nur, dass es anscheinend nicht ausreicht nur zu lernen und bei den Kindern auf der Suche nach Fehlern zu sein. Ich stellte klar, dass ich mein Sohn keine weiteren Tests oder Untersuchungen antun werde und wenn diese Erzieherin noch einmal versuchen wird meinem Sohn einen Stempel zu verpassen, dass sie mich von einer anderen Seite kennenlernt, die ihr nicht gefallen wird. Ich werde bis höchste Instanzen gehen, dass ich dafür in der Lage wäre.

Einige Wochen später kam mein Sohn völlig aufgelöst nach Hause. Er erzählte mir, dass im Kindergarten die Feuerwehr da war. Und, dass er so begeistert war, dass er später beim Stuhlkreis erzählt hätte, dass es ein Feuerwehrauto gibt wo 2 Flugzeugturbinen eingebaut sind und dass der Lastwagen bis zu 650 km/h fahren kann. Die Erzieherin sagte nur, dass sie genug hätte. Er würde wieder Lügen erzählen und dass er keine Ahnung hätte. Und das alle anderen nicht auf ihn hören sollen. Ich habe mein Sohn getröstet und fragte woher er das vom Lastwagen hat. Er brachte mir seine Kinderenzyklopädie und zeigte mir dieses Feuerwehrauto. Und es stimmte zu 100 %. Dieses Auto war eine Spezialanfertigung und steht auf Hawaii. Ich sagte zu meinem Sohn, dass er das gut gemacht hat und dass wir der Erzieherin Morgen zeigen, dass du nicht dumm bist, sondern so schlau, dass selbst sie keine Ahnung hat. Am nächsten Morgen ging ich mit meinem Sohn in den Kindergarten. Wartete bis genug andere Eltern im Flur waren. Ging rein und knallte ihr das Buch auf den Tisch. Ich sagte ihr, dass sie keine Ahnung hat, und dass wenn sie noch einmal meinem Sohn sagt er wäre dumm, dass ich sogar dafür sorge dass sie ihren Beruf nicht mehr ausüben darf. Jetzt sorge ich aber dafür, dass sie meinem Sohn nicht mehr betreuen darf. Ich ging in den Flur und erklärte den Eltern was los war. Danach ging ich zur Leitung in Begleitung 2er Mütter, die auch ein Problem mit dieser Frau hatten. Nach langer Erklärungen und weiteren Gesprächen wurde die Frau zunächst in die andere Gruppe versetzt und ihr wurde die Gruppenleitung entzogen. Leider erfuhr ich später, dass nachdem mein Sohn schon in der Schule war, die Leitung gewechselt wurde. Und diese Erzieherin Gruppenleitung und Stellvertretende Kinderleitung übernahm.

Liebe Eltern. Ich kann euch nur ermutigen auf ihren Bauchgefühl zu hören. Unsere Kinder sind nicht krank. Sie haben keine Hemmungen und keine Probleme die Wahrheit zu sagen und zu zeigen. Wenn wir als Eltern, richtig zuhören und auf sich selbst hören, begreifen wir, dass nicht die Kinder sondern wir uns die Gesellschaft krank sind. Viele Eltern erfahren solche Situationen oder sogar schlimmere. Gibt nicht auf. Die Lösung liegt nicht in den Medikamenten. Ich würde gerne ihre Meinung hören. Und wenn jemand über, dass was uns passiert ist, reden will oder Unterstützung sucht, nimmt mit uns Kontakt über Balance-Recovery auf. Manchmal hilf es, die Aussenstehende dazu zu zuziehen. Erfahrungsaustausch bringt oft Kraft und Mut für die Wahrheit zu stehen. Seit dem wir als Eltern an uns selbst arbeiten, hat sich die Situation mit meinem Sohn komplett verändert. Ich freue mich auf eure Zuschriften oder persönliche Kontaktaufnahme.

O.F.

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